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Ausbildung - Berufliche Erstausbildung

In Brandenburg haben – wie in den anderen neuen Bundesländern auch – Jugendliche wesentlich schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten als in den alten Bundesländern. Das Angebot betrieblicher Ausbildungsplätze stagniert auf unzureichendem Niveau. Dies führt zu erheblichen Abwanderungstendenzen von Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Zum Ausgleich des Ausbildungsplatzdefizits werden von Bund und Ländern erhebliche Anstrengungen unternommen und finanzielle Mittel eingesetzt. Das Land ist dazu auch durch die Verfassung verpflichtet: „Das Land ist verpflichtet, öffentliche Bildungseinrichtungen zu schaffen und berufliche Ausbildungssysteme zu fördern.“ (Art. 29 Abs. 2 der Landesverfassung Brandenburgs).
Jugendliche, die keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten haben, bekommen auf diesem Weg die Möglichkeit einer außerbetrieblichen Ausbildung (z.B. kooperatives Modell). Allerdings erhalten sie keine Ausbildungsvergütung und haben oftmals schlechtere Chancen auf einen Arbeitsplatz nach Abschluss der Ausbildung. Grundsätzlich führt die immer stärkere Ausweitung des staatlichen Einsatzes – so unverzichtbar sie Interesse sozialer Chancengleichheit ist – zur Unterminierung des dualen Berufsausbildungssystems. Die Verantwortung für die Berufsausbildung liegt in diesem System in erster Linie bei den Unternehmen.
Die PDS setzt sich seit langem dafür ein, die unternehmerische Verantwortung wieder stärker zur Geltung zu bringen. Konkret könnte dies über eine solidarische Umlagefinanzierung realisiert werden: Wer trotz vorhandener Möglichkeiten nicht ausbildet, soll ausbildende Betriebe wenigstens finanziell unterstützen.